Allgemeine Regeln

Dies sind allgemeine Leitlinien, die den rechtlichen Umgang im Internet etwas einleuchtender gestalten sollen. Natürlich kann, soll und darf diese Seite mit den gemachten Angaben keine Rechtshilfe darstellen und alle Angaben sind ohne Gewähr!

Links

Seiten mit volksverhetzenden Inhalten, pornografischen Schriften und Gewaltdarstellungen, wie auch anderen Sachen (Warez, mp3z und so viel mehr) sind - wie bekannt sein müsste - im Internet verboten. Wer auf so eine Seite linkt, kann, im Falle einer Anklage, wegen Beihilfe zu einer Straftat verurteilt werden.

Unklar ist jedoch, wie weit dieses Gesetz gilt. Die einen sagen, dass das alleinige Setzen eines Links schon eine Straftat ist, wieviele Links nach der Zielseite angeklickt werden müssten, um zu einem illegalen Inhalt zu kommen, sei irrelevant. Andere sagen jedoch, dass es einem Webmaster nahezu unmöglich ist, alle Links auf der Zielseite und auf den darauffolgenden Seiten zu prüfen, da man irgendwann immer auf eine illegale Seite kommt.

Problemlösung: Einfach nicht auf solche Seiten linken und diese Arbeit lieber anderen überlassen.

Inline-Linking

Tolles Wort, ne? Unter Inline-Linking versteht man die Vorgehensweise mancher Seiten, mittels eines absoluten Pfades Inhalte fremder Seiten auf der eigenen Seite einzubinden (z.B. Grafiken). Einerseits hat es den Vorteil, dass man sich nicht die Mühe machen muss, die Grafiken zu erstellen, andererseits belastet es den Webspace und den Traffic nicht.

Dieses Vorgehen ist rechtlich gesehen noch in der dunkelgrauen Zone, jedoch bewegt es sich immer mehr in die tiefschwarze Zone(sprich: nicht erlaubt). Ohne Zustimmung des Urhebers ist eine Nutzung fremder Inhalte auf der eigenen Seite nicht erlaubt. Ist ja ganz klar: Der Urheber müht sich ab und alle klauen seine Inhalte und er zahlt dann noch den Traffic, soweit kommt es noch.

Problemlösung: Immer schön vorher fragen!

Externe Seiten in Frames

Externe Seiten, die nicht von einem selbst erstellt wurden, in Frames einbinden ist grundsätzlich verboten. Durch die Einbindung von fremden Seitem in Frames nennt man -laut dem Recht- die angezeigten Inhalte sich zu Eigen, was bei z.B. Yahoo nicht gerade der Fall sein würde.

Problemlösung: Externe Links immer mit dem Zusatz target="_blank" im Linksbefehl veröffentlichen.

Urheberrecht

Ganz pauschal kann man sagen: Klauen von fremden Seiten ist nicht! Näheres regelt hier der Einzelfall.

Wann schützt das Urheberrecht?

  • Das Werk ist ein Original.
  • Das Werk wurde persönlich geschaffen.
  • Das Werk ist nicht trivial.
  • Das Werk hat einen gewissen Umfang.

Eine einfache kleine private Homepage zählt nicht als "Werk".

Aber gehen wir mal etwas tiefer in die Materie: Nahezu alles auf fremden Seiten ist urheberrechtlich geschützt und darf so auch nicht ausserhalb dieser Seiten weiter veröffentlicht werden. Denn hier greift das Urheberrecht an sich, welches aussagt, dass die Werke geistiges Eigentum der Urheber ist und eine Reproduktion oder unerlaubte Verbreitung ein Verstoß gegen das Urhebergesetz ist. Auch eine Ausgabe in einem Printmedium ist nicht die sofortige Erlaubnis, das Gedruckte in digitaler Form im Internet zu veröffentlichen. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass das Urheberrecht über den Tod hinaus geht. Nämlich exakt 70 Jahre. Das heisst, ein Bild von Van Gogh kann ohne Probleme auf Seiten veröffentlicht werden (Tod: 1890), da sein Tod schon mehr als 70 Jahre zurück liegt. Jedoch ist eine Veröffentlichung und uneingeschränkte Nutzung von Werken z.B. John Lennons nicht erlaubt. Denn Lennon starb 1980 und so gilt das Urheberrecht noch bis 2050. Es sei denn, Paul McCartney hat mit Lennon zusammengearbeitet. Denn McCartney (einer der Urheber) lebt noch und erst 70 Jahre nach dessen Tod ist eine uneingeschränkte Nutzung des Werkes erlaubt.

Problemlösung: Ausführliche schriftliche Einverständnis des Urhebers einholen. Zum Schutz eigener Inhalte: Schwierig, schwierig, denn du müsstest nachweisen können, dass der jeweilige Inhalt von deiner Seite ist und nicht "rein zufällig" exakt gleich aussieht. Da helfen aber unsichtbare Wasserzeichen, die z.B. Bildern eine kleine Codezeile einfügen, die das Bild nicht verändern und doch Informationen über den Inhaber beinhalten. Findest du ein Bild, von welchem du meinst, dass es deins ist, prüfe es auf dieses Wasserzeichen und wenn dies da ist, dann hast du den Seitenbesitzer am Wickel ;o) Ein Copyright auf jeder Seite, dass die angezeigten Inhalte von dir sind, kann bei einer Verhandlung hilfreich sein. Jedoch stellt sich die Frage, ob es sich allein finanziell lohnt, wenn sich 2 kleine private Homepages gerichtlich bekriegen...

Werbung

Werbung im Internet ist erlaubt (ach nee). Werbung ist verfassungsrechtlich geschützt und

"... finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre." (Grundgesetz Artikel 5)

Zudem muss die Werbung als solche erkennbar sein und sie muss für das werben, was sie auch bietet. Also ganz extrem ausgedrückt: Nicht mit nackten Frauen werben (was hinzu noch ein Verstoß wäre, da pornografisch) und dann dahinter eine Seite zur Vorbeugung von Hühneraugen finden...

Jedoch ist Werbung im Internet relativ. Denn: Andere Länder, andere Gesetze. Was in den USA noch nicht lange unter "die Gürtellinie" geht, kann hier strafbar sein. Dass heisst, Werbung in den USA veröffentlichen ist erlaubt, aber die gleiche Werbung in Deutschland zu veröffentlichen, ist ggf. wiederum verboten, da es laut dem deutschen Recht gegen den Artikel 5 verstößt.

[Dieser Artikel stammt von unserem Partner www.yubb.de]