|
Verfasst am: 25.05.2008 [13:41]
|
|
tom
Themenersteller
Dabei seit: 26.11.2004
Beiträge: 283
|
Im Büro betreibe ich einen Mailserver mit dem OS Red Hat. Der Server besitzt 2 Festplatten mit einer Größe von je 160GB. Um den Server zu sichern habe ich von Acronis die Software True Image Version 11 verwendet. Diese Komplettsicherung der 2 Platten habe ich danach auf meinen 2. Server (selbe Ausstattung Dell PE SC440 Pentium Dual-Core E2160, 1.8 GHz/1MB 800FSB, nur mit zwei Platten zu je 250 GB), der extra für die Sicherung angeschafft wurde. Nachdem das Image für beide Platten aufgespielt wurde und der Server neu gestartet wurde, werden diese Fehlermeldungen (konnte nicht gemountet werden) angezeigt.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.2008 um 13:42.]
|
|
Verfasst am: 25.05.2008 [17:00]
|
|
joe
Dabei seit: 07.04.2002
Beiträge: 1225
|
TrueImage scheint nicht mit MD Devices umgehen zu können... Schau mal im TI-Manual nach, ob da irgendwas zu Thema MD Devices (Software RAID) steht. Außer den Nutzdaten sind bei MD Devices ja auch eine Handvoll Meta-Daten im Filesystem und die werden offensichtlich nicht mitkopiert...
Im Zweifelsfalls kannst Du eine Kopie mit Bordmitteln machen. Dafür mußt Du:
1. auf dem produktiven Server alle Dienste beenden, damit sich am Inhalt der FS nichts mehr ändert (Single-User Mode mit Netzwerk, andernfalls brauchst Du eine externe USB-Platte für den Transport zum Backup-Server).
2. den Backup-Server mit einem Rettungs-System booten (z.B. Knoppix oder Rescue-System von der CentOS-CD)
Wenn das Rescue-System gebootet hat, legst Du erst mal die gleichen FS an, wie auf dem Produktiv-Server -also Partitionen anlegen und formatieren- und mountest die FS irgendwo in einem Unterverzeichnis in die entsprechende Hierarchie wie auf dem Produktivserver. Den zusätzlichen Platz der 250er Platte kannst Du dabei entweder unpartitioniert lassen oder einfach die Partition mit den bewegten Daten entsprechend vergrößern. Danach pipe'st Du einen Dump jedes FS rüber zum Backup-Server. Beispiel:
md0 -> /, md1 -> /usr, md2 -> /var
[codebox]<BACKUP>~# partitionieren, formatieren und md devices starten
<BACKUP>~# mkdir /restore
<BACKUP>~# mount -t ext3 /dev/md0 /restore
<PROD> ~# dump -0f - / | ssh backupserver "cd /restore; restore -rf -"
<BACKUP>~# umount /restore
<BACKUP>~# mount -t ext3 /dev/md1 /restore
<PROD> ~# dump -0f - /usr | ssh backupserver "cd /restore; restore -rf -"
<BACKUP>~# umount /restore
<BACKUP>~# mount -t ext3 /dev/md2 var
<PROD> ~# dump -0f - /var | ssh backupserver "cd /restore; restore -rf -"
<BACKUP>~# umount /restore[/codebox]
Anmerkung:
"dump -0f" <- Das ist die Zahl Null, kein großes O
Das Rescue-System muß natürlich restore mitbringen. Falls das fehlt, solltest Du erst mal ein Rescue-System suchen, bei dem das der Fall ist. Notfalls geht der Spaß zwar auch mit dd, aber dump/restore ist eindeutig die bessere Variante.
-joe-
while(!asleep()) sheep++;
|